2009

In den Anfangsmonaten 2009, ging die Webseite online. Nun war ein Portal geschaffen, dachte ich, um sich die Themen in Ruhe anschauen zu können. Aber dann: überrachenderweise, wollten nur wenige von diesen Themen etwas wissen!

Es gab auch direkte Aufforderungen, seitens einiger, die gläubig waren, mit ihnen über diese Dingen nicht mehr zu reden. Auf der Webseite waren auch Themen, die den Sabbat befürworteten und mit Bibelstellen belegt waren. Am Anfang wollte ich es nicht wahrhaben, dass viele meiner Freunde in der Tat kein Verlangen hatten, die Bibel näher zu verstehen. Im Gebet hinterfragte ich mich, ob meine Argumentation, die Art oder mein persönliches Wesen, die Menschen dazu bewegte, nicht mit mir über diese Themen sprechen zu wollen. Auch hatte ich Angst, dass ich mit meinem Verständnis der Torah-Gültigkeit eventuell doch falsch läge, da ich von niemand aus den Gemeinden Zustimmung bekommen habe. Gott zeigte mir in Seinem Wort, dass Angst nicht die richtige Haltung für diese Aufgabe sei.
Dann merkte ich irgendwann, dass ich nichts dazutun kann, um Menschenherzen zu ändern für Gott oder Seine Torah. Es war jedoch ein langer, härterer Lernprozess für mich. Yeshua war mit mir sehr geduldig. Dreimal hatte Er mir zu Anfang meiner Bekehrung den Vers Joshua 1:5 gezeigt. Oft habe ich, an verzweifelten Tagen, an diesen Vers gedacht. In dem Vers sagte der Allmächtige zu Joshua; "Ich lasse dich nicht fallen!". Der Vers wurde mir, mehr als einmal, zum starken Trost.
Es wurde mir nun auch vollkommen klar, dass ich in meinen Kreisen nichts ausrichten kann. Ob Menschen die Torah aufs Herz bekommen, bewirkt nur Yeshua. Wir Menschen benötigen einen Verkündiger (Röm 10:14-17), aber nur Er erreicht die Herzen.
Inzwischen bildete sich auch eine kleine Hausgemeinschaft, mit welcher wir uns am Shabbat trafen. Dies war, nach nun knapp vier Jahren, kaum noch zu erwarten gewesen!