Torah, wenn wir aus Gnade erlöst sind?

Aus der Erfahrung fühlt manch ein Christ Verwirrung oder Unglaube, wenn von Gottes Gesetz geredet wird.

Wenn wir aus Gnade erlöst sind, weswegen halten wir dann die Torah? Diese Frage liefert an sich aber auch schon die Antwort. Wir sind ja in der Tat durch die Gnade erlöst. Die Torah sind die Gebote Gottes, die alle Menschen gebrochen haben. Gottes Maßstab an Gerechtigkeit und Heiligkeit, wurde durch alle Menschen die je lebten, missachtet. Dies war unser Verbrechen. Der einzige Mensch der auf Erden vollkommen nach diesem Maßstab wandelte, ist der Sohn Gottes; Yeshua (Jesus). Deswegen war Er ja auch qualifiziert, Sein Leben als Sühneopfer für uns dar zugeben. Hätte Er Selber gesündigt, wäre Er ein Übertreter und kein Erlöser (Messias). Yeshua hat aber nicht gesündigt und gab Sein Leben stellvertretend für die, welche erlöst werden. Sucht nun jemand aus sich heraus, dem heiligen Anspruch Gottes gerecht zu werden, wie zum Beispiel, durch das Halten Seiner Gebote, befindet sich in der Sünde (Römer 3:20).

Yeshua erlöste uns durch Gnade, als wir noch Sünder waren. Die Bibel beschreibt die Sünde nun folgendermaßen: Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit (1.Johannes 3:4). Dieser Vers ist eine Zusammenfassung, von dem was die Torah uns (die Zeit über bereits) lehrte (siehe dazu 4.Mose 4). Als Übertreter der Gebote, wurden wir daher schon empfunden, als Yeshua zu uns rief. Wir sind nun zu Ihm gekehrt, weil Er Sich über uns erbarmte. Womit hören wir nun auf? Wir hören natürlich damit auf, zu sündigen. Wir kehren von unseren Sünden um; und die Sünden, wie wir gerade sehen konnten, sind die Übertretungen der Gebote. Damit hören wir nun auf.
 
Epheser 1:7: In Ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade. Dem Vater sei herzlich Dank! Er hätte uns unsere Übertretungen (Bruch seiner Gebote/Torah) auch anrechnen können. Der Sünde Sold ist der Tot (Römer 6:23). Aber Er tat es nicht und bietet uns, auf Grundlage der Gerechtigkeit Seines Sohnes, die Gnade dar. Darauf folgend schenkte Er uns den Heiligen Geist; damit wir befähigt werden, in Seinen Geboten wandeln zu können. Wenn wir in Seinen Geboten - nach dem wir Seine Gnade empfangen haben - nun wandeln, tun wir nicht mehr die Sünde.
 
Dies ist ein Unterschied zu dem, was wir zuvor erklärt haben. Wir fingen ja nicht an als Übertreter des Gesetzes, das Gesetz nun zu halten, um dadurch erlöst zu werden. Aber jetzt begnadigt, wollen wir nun ja nicht mehr sündigen und die Sünde ist die Übertretung der Torah. Gleichwohl Paulus schreibt, dass wir durch die Torah nicht gerecht werden können (Römer 3:20), klärt er zehn Verse weiter auf, dass wir nun nicht mehr in der Übertretung des Gesetzes als Begnadigte wandeln werden: "Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz" (Römer 3:31).
 
Und somit halten wir, durch die Gnade welche uns der Vater geschenkt hat, Seine Torah.

Kernpunkte