Entrückung?

Werden Menschen vor der Drangsal in den Himmel gerückt, während Drangsal auf der Erde sein wird?

In diesem Bericht möchten wir gemeinsam überprüfen, ob die Behauptung mancher Lehre in unserer heutigen Zeit, dass Gläubige kurz bevor die Drangsal beginnt, von der Erde weg in den Himmel entrückt werden, biblisch haltbar ist. In der Schrift gibt es in der Tat Berichte über Männer Gottes, die von einem Platz zu einem anderen auf übernatürliche Weise bewegt wurden. Das prominenteste Beispiel wäre Elijah (Könige) und im Neuen Testament lesen wir, wie Philipus nach der Taufe des Kämmerers von einem Ort zum anderen gerückt wurde.

In der Offenbarung lesen wir, wie in der Endzeit die Braut des Messias Yeshua an einen sicheren Ort weggerückt wird – doch, ob alle zu dem Zeitpunkt lebende Gläubige hiermit inbegriffen sind, ist an dieser Stelle noch zu früh gesagt. Die moderne These zu der Entrückungslehre verhält sich im Grunde auf folgende Weise:

Beginn der Drangsal von 7 Jahren – die Gläubigen (hiermit sind überwiegend Gläubige nach der christlichen Praxis gemeint) werden zuvor in den Himmel gerückt – Leid und Verfolgung für die Bewohner der Erde. Besonders das jüdische Volk wird in dieser Zeit grausamen Pein erleiden, für ihre Ablehnung des Messias – die Gläubigen feiern nun während der gesamten Zeit dieser siebenjährigen Verheerung eine Hochzeit mit dem Messias im Himmel. Zum Ende der sieben Jahre, kehren diese dann mit dem Messias auf die Erde zurück. Dann beginnt das 1000-jährige Reich und die gemeinsame Regentschaft mit dem Messias.

Bibelstellen als "Beweis"

Die Bibelstellen, welche oft und führend  für die Entrückungsthese verwendet werden, möchten wir in diesem Beitrag näher untersuchen:

1.Thessalonicher 3:12

1.Thessalonicher 4:16-17

1.Korinther 15:50-52

Der Begriff Entrückung

Unter dem Begriff Entrückung, wird heute eine Entnahme der Gläubigen in Messias in den Himmel, vor der großen Drangsal (Matthäus 24) verstanden. Dieser These zufolge weiß kein Mensch, wann genau dieser Zeitpunkt sein wird; da Messias sagte, kein Mensch wisse die genaue Stunde.

Vor der Drangsal wird, dieser Lehre nach, eine Posaune erschallen, zu welcher jene Menschen die an Messias glauben, aus allen Ecken der Erde, plötzlich verschwinden. Augenblicklich werden demnach auch z.B. tausende von Fahrzeugen, Maschinen und Gerätschaften führerlos.  Familienangehörige, Bekannte und Freunde, sozusagen die Hinterbliebenen, werden bitterlich weinen in der Erkenntnis, dass sie das Heilsangebot nie angenommen haben und nun durch die schwere Prüfung der Trübsal hindurch müssen. All dieses trägt dem bevorstehenden Chaos immens bei, während die entrückten Gläubigen - bereits im verherrlichtem Leib - nun erst mal zu einer sieben-jährigen Hochzeitsfeier im Himmel sitzen. Anschließend kehren diese danach dann mit dem Messias zur Erde zurück, um mit Ihm die 1000-jährige Regentschaft des Millenniums anzutreten.

Am Anfang meines Glaubenswandels, nahm ich dieses Verständnis als biblische Wahrheit für mich an. Nicht nur, weil ich in den ersten Monaten die Schrift für mich selber noch nicht genug studiert hatte. Tief im Inneren atmete ich auf, dass uns als Gläubige kein wirkliches Unheil treffen wird. Nach einer gewissen Zeit stellte ich jedoch fest, dass zu diesem oben beschriebenen Hergang kein einziger Vers in der Schrift zu finden war. Von ganzen Passagen, war gar nicht erst die Rede. Meine Bitte an einige Ältere aus den Gemeinden, mir diesen Vorgang aus der Bibel, mit Verweisen aus dem Tanakh (Altes Testament) und Bestätigungen aus den Neuen Bund, genauer zu beschreiben, wurde nie bedient. So wurde ich damals allmählich betrübt, dass solche Fabeln von so vielen angenommen wurden. Heute erkenne ich aber, dass dies in sich ein Gericht vom Schöpfer ist, da man sich von Seiner Wahrheit abgewandt hat.

Wir schauen uns das Thema mal im Kontext an. Eine Entrückung (nennen wir es auch mal so) der Gläubigen, wird in der Tat geschehen, wenn der Messias vom Himmel herabfährt, laut ruft und die Gläubigen die in Ihm gestorben sind, als erstes auferstehen und diese zur Unsterblichkeit verwandelt werden. Dies ist die Verherrlichung zum ewigen Leben. Die zu diesem Zeitpunkt, noch auf der Erde Lebenden und ebenfalls an Ihn glaubenden, werden unmittelbar danach auch verwandelt werden. Zusammen werden diese nun dem Herrn "in der Luft entgegengehen" - denn es steht in der Schrift dass wir Ihm begegnen werden:

1. Thessalonicher 4:17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

Dies sagt aus, dass Yeshua auf dem Weg zur Erde ist. Nicht also, dass Er laut ruft, dabei aber unsichtbar und noch verborgen bleibt. Mit Seinem Ruf, bricht Er sofort mit Seiner Reise Richtung Erden auf. Dieser Punkt bleibt essentiell für das weitere Verständnis. Von der verkehrten Repräsentation der biblischen Reihenfolge abgesehen, ist eine solche sogar gegen die Verheißungen des Messias. Weswegen, werden wir im Verlauf des Artikels, noch gut sehen können.

Bestandsaufnahme

Wir lesen in der Schrift von einer Drangsal von dreiundhalb Jahren (Off 11:2, 13:5). Die, die von 7 Jahren Drangsal ausgehen, deuten die Zeitangabe der 70 Wochen (Hebr.: wörtlich 70 Siebende) aus Daniel Kapitel 9 nicht passend; dieses ist aber im Augenblick nicht unser Schwerpunkt.
Durch eine vorhandene Einstellung, dass die Schrift davon spräche, Henoch diene als Vorbild der Entrückung, oder dass der Prophet Elijah ebenfalls entrückt wurde, dient manchem als Verstärkung der Entrückunsgthese.

Ebenfalls ist der Glaube an die Entrückung mit der Auffassung verbunden, dass der Herr zu einem x-beliebigen Zeitpunkt plötzlich erscheinen könnte. Neue Medien helfen dieses Gedankengut zu veranschaulichen. Vielleicht sind Videos aus dem Internet, welche solche Szenarien darbieten, bereits bekannt: z.B. ein Raum, in welchem plötzlich die Hälfte der Menschen verschwinden, mit passender Musik unterlegt, und die bereits beschriebenen Szenarien folgen. Dies alles mag gut gekonnte Kinematik sein, es ist aber keine biblische Lehre.

Ursprung der Lehre

Eine Entrückung vor der Drangsal war eine Lehre, die zum ersten Mal im 17. Jahrhundert publik wurde. Populär wurde diese dann durch John Nelson Darby, einer der Gründungsväter der Brüdergemeinde (Plymouth Brethren). Den frühesten, nachvollziehbaren Berichten Darbys nach, fing dieser im Jahre 1827 an, dieses Thema zu veröffentlichen. Andere hatten zu diesem Zeitpunkt und auch zuvor, ebenfalls Schriftstücke verfasst.  Die Lehre an sich mag aber noch länger in der Zeit zurückliegen, denn diese These soll es bereits schon so früh wie im Jahre 200 A.D., gegeben haben. Quellenverweise hierzu, wie z.B. auf Origen oder Augustine, werden aber allerdings debattiert.

In den 70-ern fand das Thema größeren und weiteren Anklang und mit weiteren Bücherveröffentlichungen in den 90-ern, wurden zu diesem Thema insgesamt mehrere Millionen Bücher verkauft. Das Thema ist in der heutigen kirchlichen Versammlung daher nicht unbekannt.

Bibelverweise

Nun schauen wir uns die Verse an, auf die sich die Lehre stützt. Jetzt, auf das Thema etwas vorbereitet, ist eine genauere Betrachtung der Verse wichtig:

1. Thessalonicher 4:14-17:

14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.
15 Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen;
16 denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, ...

Hier ist also das klare Wort "Begegnung". Aus dem gesamten Kontext, von selbst nur dieser Passage, ist der Sachverhalt verständlich klar: Yeshua ist auf dem Weg zur Erde zurück. Es wird mit Ihm ein Zusammentreffen geben. Der laute Ruf hat wiederum mit einem Kriegsschrei zu tun - sowie auch, dass Er kommt, um Seine Braut zu holen - denn Er kommt gerüstet zum Kampf. Dieser Krieg ist ein Bestandteil Seines Kommens.

... in die Luft, ...

nicht also in den Himmel!

... und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

Auch richtig. Bisher fiel das Wort Himmel nicht. Die Frage ist nicht, ob die Gläubigen mit dem Herrn sein werden allezeit - das geht aus dem Vers klar hervor. Die wirkliche Frage ist: Wo werden diese mit Ihm sein? Dass wir im Himmel sein werden, konnten wir bisher nicht lesen. Wo aber wird der Kommende König allezeit sein? Auf dieser Erde wird der Herr Sein Reich aufstellen! Zuvor noch weitere Verse von Paulus:

1. Thessalonicher 3

12 Euch aber lasse der Herr wachsen und überströmend werden in der Liebe zueinander und zu allen, gleichwie auch wir sie zu euch haben,
13 damit er eure Herzen stärke und sie untadelig seien in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Yeshua Messias mit allen seinen Heiligen.

Diese Wiederkunft hier von Paulus beschrieben, ist die selbige wie im Kapitel 4, mit anderen Details. Fassen wir die Kapitel 3 und 4 zusammen, haben wir handfeste Messwerte:

  • Messias Kommen wird mit einem Kriegsruf eingeleitet
  • Gläubige, die Toten zuerst und dann die Lebenden, werden dem Herrn entgegengehen
  • Alle werden nun allezeit beisammen sein.

Wo kommen nun die ganzen Heiligen aus Kapitel 3:13 her? Das erklärt Paulus in 4:17 - diese wurden kürzlich verwandelt! Ist diese Idee neu, oder konnte sie Paulus mit Gewissheit verkünden, da dieses schon zuvor im Tanakh prophezeit wurde?

Sacharja 14:

1 Siehe, es kommt ein Tag für den Herrn (im Hebr.: YHVH), da wird man deine Beute verteilen in deiner Mitte!
2 Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muss in die Gefangenschaft ziehen; der Überrest des Volkes aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
3 Aber der Herr wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie [damals] am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht.
Dies haben wir zuvor beschrieben.
4 Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden.
Hier sehen wir, dass das Bestimmungsziel des Messias Jerusalem ist. Sogar wird uns ein genauer Ort genannt: der Ölberg. Diesen kann man noch heute im Land Israel bereisen. Der Ölberg überblickt den Tempelberg. Es ist ein Ort auf Erden.
5 Da werdet ihr in das Tal meiner Berge fliehen; denn das Tal zwischen den Bergen wird bis nach Azel reichen; und ihr werdet fliehen, wie ihr geflohen seid vor dem Erdbeben in den Tagen Ussijas, des Königs von Juda. Dann wird der Herr, mein Gott, kommen, und alle Heiligen mit dir!

Und da haben wir das Zitat von Paulus! Dass der Herr Gott in den Krieg persönlich auszieht, ist in der Historie des Tanakhs noch nicht vorgekommen - dieser Tag wurde bisher nur voraus prophezeit. Das Ereignis ist daher ein und dasselbe. Wenn Messias Yeshua wiederkommt, wird es ein, für alle sichtbares, Ereignis und wird keinem verborgen sein. Wenn wir Heiligen nun zu diesem Ereignis allezeit bei dem Herrn sein werden, dann wird es in Jerusalem sein. Dort, wo der Herr auch ist. Das Kommen des Herrn lesen wir auch in Offenbarung 19:

11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt »Der Treue und der Wahrhaftige«; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er.
12 Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst.
13 Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: »Das Wort Gottes«.

Hier, wieder der Hinweis, dass Er zum Kampf erscheint. Das Yeshua mit Blut bedeckt ist, liegt an der großen Schlacht, die er vollbringt. Dies wurde auch wiederum schon bereits in den Propheten vorausgesagt:

Jesaja 63:

1 Wer ist dieser, der dort von Edom her kommt, von Bozra mit hochroten Kleidern; er, der prächtig aussieht in seinem Gewand, stolz auftritt in der Fülle seiner Kraft? »Ich bin es, der ich von Gerechtigkeit rede und mächtig bin zum Retten!«
2 Warum ist denn dein Gewand so rot, und deine Kleider sehen aus wie die eines Keltertreters?
3 »Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Völkern war kein Mensch mit mir; und so habe ich sie zertreten in meinem Zorn und zerstampft in meinem Grimm, dass ihr Saft an meine Kleider spritzte und ich mein ganzes Gewand besudelte

Das gleiche Ereignis, mehrfach beschrieben. Jede Prophetie beschreibt dasselbe Geschehen und liefert Details zum Gesamtbild. Spätestens aus der Offenbarung wird nun klar, dass der Herr auf dem Weg zur Erde ist. In den Versen zuvor bekommen wir noch weitere Details:

Offenbarung 19:7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Wie kann es sein, dass der Herr gerade zum Krieg wiederkommt - die besagte Hochzeit aber nun noch gar nicht stattgefunden hat? Die unbiblische These einer 7-jährigen Hochzeit im Himmel, wird auch entsprechend mit diesem Vers entkräftet. Die Braut machte sich erst für die Hochzeit bereit. Die Hochzeit des Lammes geschieht erst zum Neuen Jerusalem. Dies aber erst, nach dem Yeshua bereits 1000 Jahre auf Erden gewesen ist:

Offenbarung 21:

9 Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen!

Der Zeitpunkt sei bitte noch mal beachtet: nach den 7-Zornschalen bedeutet, dass der Zorn Gottes und die Drangsal auf Erden vorüber ist.

10 Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam

Allezeit mit dem Herrn

Können wir es nun deutlicher aus der Schrift sehen, dass der Bestimmungsort von Yeshua wirklich Jerusalem ist? Wir lasen bereits von dem Krieg, zu welchem der Messias kommt. In diesem wird der Herr auch das bestehende Weltsystem, mit seiner Herrschaft und Regierung, stürzen. Dieses wurde gut in Daniel Kapitel 2 dokumentiert. Nebukadnezars Traum von der Statue, welche an den zehn Zehen von dem Stein getroffen wird, so dass die gesamte Statue zerberstet und zerstreut wird, beschreibt die aufeinanderfolgenden Weltreiche. Diese werden in den letzen Tagen ihrer Regentschaft übertrumpft und vom Messias besiegt. Einige Kapitel weiter, offenbart Gott diese gleiche Vision auf eine andere Art und Weise, Seinem Propheten. Diesmal gibt es nähere Details zum gleichen Ereignis:

Daniel 7:

26 Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen (damit ist das anti-christliche System gemeint), um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten.
27 Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden; sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen!«
Die Heiligen Gottes bekommen die Herrschaft unter dem ganzen Himmel: unter dem Himmel ist auf der Erde. Die Bestätigung dieses Abschlusses, lesen wir zu guter Letzt dann auch in der Offenbarung:
19 Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer.
20 Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
21 Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus seinem Mund hervorgeht, und alle Vögel sättigten sich von ihrem Fleisch.

Also, Jesaja 63, Sacharja 14, Daniel 2 & 7, Offenbarung 19, sowie 1. Thess 3 & 4, beschreiben das gleiche Ereignis. Zu dem Wohnort des Herrn aber:

Psalm 132:

11 Der Herr hat David in Wahrheit geschworen, davon wird er nicht abgehen: »Einen von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen!
12 Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren und mein Zeugnis, das ich sie lehren will, so sollen auch ihre Söhne für immer auf deinem Thron sitzen!«
13 Denn der Herr hat Zion erwählt, hat sie zu seiner Wohnung begehrt:
14 »Dies ist für immer meine Ruhestatt, hier will ich wohnen; denn ich habe sie begehrt.

Welcher EINE, aus der Frucht des Leibes Davids, wird nun für immer auf dem Thron Davids sitzen? (2.Samuel 7:12-13). Es ist der Sohn Davids, Yeshua der Messias. Und dieser hat Zion als Wohnung begehrt, um darin ewiglich zu wohnen. Zion ist Jerusalem und wir vermerken noch mal: Jerusalem ist auf dieser Erde. Nicht einem Menschen wird es zugesprochen, in den Himmel zu kommen. Weitere Zusprüche aus dem Buch der Offenbarung, kurz bevor die sieben Siegel geöffnet wurden:

9 Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen,
10 und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.

Wir stiegen in diesem Text ein, mit Zitaten aus dem Thessalonicherbrief. Den Thessalonichern hatte Paulus geschrieben, dass sie in der Verheißung des Wiederkommens des Messias, beruhigt sein können. Es schien aber so, als hätten einige der Gemeinde schon zu damaligen Zeiten das Kommen des Messias nicht in allen Aspekten aus dem ersten Brief im richtigen Kontext verstanden. Nach diesen wohl entstandenem Missverständnis, sieht es Paulus für nötig, in einem weiteren Brief diese Thematik noch mal anzusprechen.

2.Thessalonicher 2:

1 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm:
2 Lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.
3 Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,
4 der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.
Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was die Propheten bereits geschrieben haben. Paulus bestätigt diese nur. Deutlicher wird es in diesem Vers:
8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird,
Dieses Verzehren des Gesetzlosen passiert erst, wenn Messias wiederkommt und findet zur Endzeit der Regentschaft des antichristlichen Systems (zehn Zehe aus Daniel) statt. Wenn man nun selbst nicht die ganze biblische Prophetie durchgegangen ist, bestätigt schon gleich der nächste Brief an dieselbigen Thessalonicher, dass das Kommen des Herrn nicht zu einem belieben Zeitpunkt passieren kann. Der Tag ist deutlich für uns, mit hervorgehenden Ereignissen, festgelegt.
Paulus liefert noch weitere Details:

1.Korinther 15:

50 Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.
51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
52 plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
Von dieser Verwandlung sprach der Apostel bereits (1.Thess 3 & 4). Deutlicher wird hier der Zeitpunkt, der zur letzen Posaune ist.  In der Offenbarung lesen wir von sieben Posaunen, welche erschallen müssen, bevor die Drangsal abgeschlossen wird (Off 8:2,6). Das die Toten auferstehen werden, konnte Paulus auch aus dem Tanakh herleiten:

Daniel 12

1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.
2 Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande.
3 Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

Jesaja 26:
19 Aber deine Toten werden leben, [auch] mein Leichnam; sie werden auferstehen! Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben.
Eine Entrückung in den Himmel, haben wir bisher nicht in einem einzigen Vers gelesen. Schlussendlich, bestätigt uns unser Messias die Umstände Seines Wiederkommens selbst.

Matthäus 24:

26 Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht!
27 Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.

Entrückung? Bis hierhin: Fehlanzeige. Nichts wird verborgen bleiben, wenn Messias wiederkommt. Das heutige Durcheinander ist ein Ergebnis des laschen, halbherzigen Studierens der Heilige Schrift. Für die, welche die Nachfolge des Herrn ernst meinen, gibt es keine Verwirrung. Seine Verheißungen genügen uns!