Unsere Kostbare Seele

Messias Yeshua fragte, was der Mensch im Tausch für seine Seele bieten könnte (Mrk 8:37)

Der Apostel Kefa (Petrus) schreibt, dass uns alles von Gott gegeben wurde, um den wohlgefälligen Wandel vor dem Vater, in Yeshua, vollbringen zu können:

2.Petrus 1:3-4

»Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend, 4 durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die BegierdeSTRONGS G1939 in der Welt herrscht«

DAS GLEICHNIS VOM SÄMANN (MATT 13:3-9)

3 Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen.  4 Und als er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf.  5 Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte.  6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.  7 Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. 8 Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig.  9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

In unserem Wandel mit Yeshua, werden wir Prüfungen erdulden müssen (1.Pet 4:12) und Messias Yeshua sagt uns auch, dass wir in Seiner Nachfolge Bedrängnis erleben werden (Joh 16:33). In der Aufschlüsselung des Gleichnisses des Sämanns (Matt 13:18-23), listet der Herr gewisse Eigenschaften auf, welche standhaftes Ausharren auf Sein Wort verleihen werden. Aber Er spricht auch von den Dingen, welche aus verschiedenen Gründen, vom Weg abbringen werden. Genauer genommen, wird nur ein Viertel, von dem ausgestreuten Samen, den erwünschten Ertrag bringen. So gesehen, hatte das meiste es nicht bis zur Vollendung geschafft!

Sollten wir uns denn nicht vom Allmächtigen prüfen lassen, unter welchem Samen wir in Seinen Augen eingeordnet sind? Unglaube, Drangsal und Sorge, kennzeichneten Merkmale des Samens, welcher keine Frucht brachte. Aufnahme des Wort Gottes ins praktische Leben, beschreibt den ertragreichen Samen. Diese Samen haben aber in dem Gleichnis eine Reihenfolge; eine Abfolge, die und zu denken geben darf. Diese sieht zusammengefasst wie folgt aus:

1. Der Same des Unglaubens: Dieser erste Same kommt nicht in Betracht was den lebedigen Glauben betrifft, wird jedoch in dem Gleichnis erwähnt. Hier war weder Boden noch Möglichkeit vorhanden, um überhaupt wachsen zu können. Dieser Boden ist dem Feind untergeben und dieser hatte entsprechend die Macht, den Samen sofort zu stehlen. »So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war.« (v. 19)

2. Der Same von Angst befallen: Gleich danach gibt es den Samen, der zumindest schon mal einen Anfang machte: »Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt;« (v.20). Dieser bringt es aber, aus Angst und Furcht vor Repressalien (was denken meine Mitmenschen, evtl. Familie nun von mir {Matt 10:37}? Wird Verfolgung kommen? {2.Tim 3:12}, usw.), im Glauben nicht sehr weit. 21 »Er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch«. Dieser Same beschreibt den unbeständigen Mann. Diverse Lehren verwirren ihn leicht (Eph 4:14-22, Jak 1:8, Heb 13:9). Der Grund hierfür ist, dass Sein Herz nicht auf Messias gegründet ist. Bei Anstoß verliert dieser Same dann auch die Möglichkeit, Ertrag zu bringen:
»Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß. « (v.21b). Dass das Herz nicht auf Yeshua gerichtet war, wird durch den felsigen Boden beschrieben, welcher  aus diversen Gründen aber zuerst das Wort aufnahm.

3. Der Same durch Sorgen erstickt: Heute möchten wir uns etwas mehr im Detail, auf diesen dritten Same im Gleichnis, konzentrieren. Dieser hat die Prüfung des Glaubens bestanden, denn der Boden war nicht felsig: das Herz ist also vorhanden. Auch machten diverse Lehren ihm nicht zu schaffen und somit war es nicht wetterwendisch. »Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. « (v.22).  Der Boden ist zwar nicht felsig, aber etwas anderes ist dort auch noch vorhanden!  (Nur der vierte Same also, auf Yeshua gerichtet, produziert den göttlichen Ertrag).

MATTHÄUS 13:22 Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.                                                           

MESSIAS RÄT NICHT ZU SORGEN

Dieser Aspekt könnte wohl der sein, welcher uns in unserem Alltag am ehesten begegnen und beeinflussen wird. Gedanken, wie „was werden wir essen“ oder „wie bekleide ich meine Kinder“, sind uns sicherlich schon mal untergekommen und oft können gewisse Situationen für uns sehr herausfordernd wirken. Der Punkt des sich Sorgens ist einer, auf welchem Yeshua in der Bergpredigt etwas länger verweilt. Bei diesen Sorgen ruft uns der Messias nun auf, auf YHVH zu vertrauen und uns wegen solchen Bekümmernissen nicht zu beunruhigen (Matt 6:25-34). Kefa wiederholt dies und erinnert uns, dass unser Himmlischer Vater für uns sorgt (1.Pet 5:7).  David schreibt dass wir an der Seite von YHVH, keinen Mangel haben werden (Ps. 23:1, 37:25).

In dem selben Satz - um die Sorgen die der Same unter den Dornen hat - weist Yeshua aber noch auf ein weiteres Merkmal noch hin. Denn nicht nur die Sorgen machten den Samen unfruchtbar, sondern auch der Betrug des reich sein Wollens. In dieser Unterredung, gibt es dann sogar noch einen weiteren Hinweis vom Herrn Yeshua, den Markus für uns in seinem Bericht aufgenommen hat:

Zitat: »aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden STRONGS G1939 nach anderen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.« (Markus 4:19)

Wohlmöglich gehen die ersteren Beiden Merkmale miteinander einher, denn der Zustand dieses Samens ist offenbar. Trachten nach Dingen dieser Welt ist vorhanden und haben einen vornehmen Platz eingenommen. Diese Begierden nach anderen Dingen, was sie auch für den einzelnen sein mögen, gehen aber dabei nun um eine Stufe über die täglichen Sorgen hinaus. Dieses wird in den unheiligen Begierden reflektiert, die einen Einzelnen von uns schnell überfallen können. Kann es daher sein, dass Messias erklärt; reich sein zu wollen und Begierden zu haben, rühren aus demselben Geist sich Sorgen zu machen, heraus? Diesem Samen fehlt das vollkommene Vertrauen im Messias; aber dieser überdauerte bisher am längsten. Der erste Same kam gar nicht erst hoch, der zweite machten einen Anfang, und dieser wuchs zwar: brachte aber nicht die Frucht des Glaubens!

Wir versuchen, anhand dieser Information, diese Reihenfolge im Samen mal aufzustellen:

(a) Sorge des Lebens →  (b) Reich sein wollen (Sicherheit) →( c) führt zu: [mehr] Dinge haben wollen

Dieser Same wird der Schwerste zu identifizieren sein. Der Autor des Hebräerbreifes ermutigt den Gläubigen: »Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt«  Hebräer 12:1. Ein paar Verse später, ermahnt der Autor, frei von der "Geldliebe" zu sein (Heb 13:5).

Shaul (der Apostel Paulus) schreibt von seinen eigenen Erfahrungen, und bekennt in dem gleichen Abschnitt (v.25), dass  Yeshua einem die vollkommene Freiheit zu geben vermag: »Da nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde Strongs G1939;  denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.«  (Römer 7:8).

ÜBERPRÜFUNG GEFRAGT

Wo sind in unserem Leben solche Bereiche der Begierde, welche uns so leicht gefangen nehmen und uns unfruchtbar zu machen drohen? Treuer Freund, Bruder oder Schwester: können wir von uns sagen, dass uns wirklich nichts für unsere eigene Sicherheit, als Messias Yeshua selbst, sorgt?

Das griechische Wort an dieser Stelle für "Begierde", ist dasselbe griechische Wort, welches in dem Markus Evangelium (4:19) genutzt wurde, als Yeshua von der Begierde sprach, welche den Samen unfruchtbar machte. Nach STRONGS Nr. G1939 (Gr.: ἐπιθυμία/ "epithumia"), bedeutet dieses Wort ein Verlangen für etwas verbotenes. Dies könnte dabei allerlei sein, da es an mehreren Stellen in der Schrift genutzt wird (und nicht immer nur für fleischlich, lustvolle Begierde). Dieses Verlangen ist dabei allerdings stark genug, um den Glaubenslauf zu hindern; die Schrift ruft uns zur Wachsamkeit auf. Petrus schreibt, dass diese Begierden gegen die Seele kämpfen (1.Pet 2:11).

Wie auch bei Shaul, besteht in uns keine Kraft um diesem Verlangen zu wiederstehen (Rom 7:24); und er verweist auf Yeshua, durch Den wir überwinden können. So ist dieses Verlangen auch wie eine entsprechende Sucht zu sehen. Hier ist der hebräische Begriff für Sucht sehr interessant, und ist das Wort „התמכרות“ [ausgesprochen „hitmarkrut“]. Hebräisch ist eine Sprache, in der Wörter aus Wurzeln entstanden sind und dieses Wort für Sucht beinhaltet die Wurzel מכר, [makar] was „verkaufen“ bedeutet. Im hebräischen Gedankengut, stellt also die Sucht einfach nur den Preis dar, um den man bereit ist, seine Seele zu verkaufen! 2.Petrus 2:19 Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklaven des Verderbens sind; denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden. Wie viele Dinge gibt es wohl, die uns daran hindern können, den Fokus auf Messias zu verlieren?

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In der Liste hat der Autor des Artikels einfach auch mal nicht-materielle Dinge aufgezählt, um es zu veranschaulichen dass ALLES, was es auch sein mag, was unsere eigene Sicherheit darstellt und was wichtiger ist, als die Erkenntnis unseres Herrn Messias Yeshua zu haben, auch SEINE Stellung einnehmen wird. Selbst die Dinge, die offensichtlich erst mal gut und harmlos scheinen; wie z.B. das Pflegen von einer Gemeinschaft! Dies ist in der Tat ein Gebot vom Allmächtigen (3.Mo 23:3..,). Aber selbst dies steht nicht über der Beziehung zu IHM! Es wäre erschreckend, irgendetwas auf dieser Erde gegen unsere Nachfolge in Yeshua einzutauschen. Messias Yeshua wiederholt es oft in den Evangelien, alles und uns selbst aufzugeben; um ihn nachzufolgen (Luk 9:23, 14:33, Mar 8:34).

Was ist also der Preis unserer kostbaren Seele? Andere Dinge - oder Herr Yeshua? Täglich sollten wir uns diese Frage stellen, denn das Angebot dieser Welt stellt eine Unmenge dar. Alle Hoffnung aber auf diese Dinge, werden sich als trügerisch erweisen. Unser Anteil hat nicht in dieser Welt zu sein (Ps 17:14, 49:6-7, 52:7, Spr 11:28, Hab 2:13, Luk 12:15;21, 1.Tim 6:17, Heb 11:13, 1.Pet 1:17).

Möge Yeshua uns die vollkommene Zufriedenheit in Ihn schenken (1.Tim 6:6-11). Nur Er kann unseren Durst und Verlangen stillen (Jes 55:1-2, Joh 7:37-39). Ja, wir dürsten oft und haben das große Verlangen gestillt zu werden. Alles andere, was dieses Verlangen füllen möchte, ist biblisch gesehen ein Götze, wo vor wir uns hüten sollen. (1.Joh 5:21).

Yeshua wäscht uns wieder die Füße, wenn wir vor Ihm kommen. Gibt es Dinge im Leben, die dir kostbarer scheinen, als die Nähe zu Yeshua? Tritt vor dem Thron des Vaters mit der Zuversicht; dass Er dich hören wird, wenn du rufst. Wir können bekennen was es auch sein möge und darum bitten, von Sorgen vollkommen befreit zu werden, um Ihm zu dienen. Denn es gibt nichts was wir für unsere Seelen geben können. Der Hüter unserer Seele ruft uns rauf, damit Er uns frei machen kann! (Joh 8:36).