Saure Trauben

Wie leicht fällt es uns unsere Übertretungen einzugestehen, um sie vor dem Vater

in Yeshua zu bekennen? Die Schrift erklärt uns, dass „alle gesündigt haben und der Herrlichkeit Gottes ermangeln“ (Rom 3:23). Wem aber rechnet die Bibel die Verantwortung dieser Sünden zu? Laut der Bibel, ist die Bedeutung der Sünde (1.Joh 3:4) die Übertretung des Gesetzes (Hebr.: "Richtlinien"). Als der Apostel Johannes diesen Brief schrieb, gab es das zusammengefasste Neue Testament noch nicht. Es standen im Allgemeinen die Torah, Propheten und Schriften zur Verfügung. Also sprach der Apostel von den Geboten, welche von Urzeiten her von Gott bekannt gegeben wurden (1.Joh 2:7).

Was es dann in Wahrhaftigkeit bedeutet, diese Gebote zu halten, mag ein gesondertes Thema für sich sein. Der Punkt ist aber der, dass jeder Mensch um seinen Schöpfer weiß, ein Gewissen bekommen hat und es durch die Schöpfung gezeigt bekommt, dass es einen Schöpfer gibt! (Rom 1:20). Durch die Überprüfung des Ichs, anhand des Wort Gottes, wird es dann schnell offenbar, dass jeder von uns Gottes Standard nicht entspricht; und auch nie entsprechen kann.

„So legt nun Bekenntnis ab vor YHVH, dem Elohim eurer Väter; und tut sein Wohlgefallen und sondert euch ab von den Völkern des Landes und von den fremden Weibern!“ (Esra 10:11).

Dies ruft der Priester Esra dem Volk Israels zu, nach deren Wiederkehr aus dem Exil, in das Land. Jeder war dazu aufgerufen, seinen Stand vor Gott zu prüfen und ein ehrliches Maß zu nehmen. Anhand der entsprechenden Übertretungen, sollte jeder in seinem Haus dann für Reinigung sorgen. Salomo schreibt; „wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen.“ (Spr 28:13).

Wo die Sünde hartnäckig ist (1.Mo 4:7), sind wir es aber oftmals genauso oder noch mehr. Als Israel vom Schöpfer abfiel in den Götzendienst, entwickelt es für sich ein tröstendes Sprichwort. Dieses besagte, dass die Konsequenzen für getane Sünden, zu eigenen Lebzeiten, bei einem selbst nicht greifen werden. Sondern, so das betroffene Israel, werden die Folgen dieser Sünden an den Nachkommen heimgesucht werden. Die Kinder würden die Konsequenzen für die verübten Sünden der Eltern tragen, und so lautete das Sprichwort: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, und die Kinder bekommen stumpfe Zähne!“ Wie bequem, ja sogar wie ungerecht von uns, zu wollen, dass andere unsere Verantwortung, für unsere Sünden, beim Schöpfer tragen würden. Aber ist es nicht dies, was unsere Eltern machten beim Sündenfall? Und worin wir uns heute, öfters als uns lieb ist, selber wiederfinden?

Verantwortung übernehmen

1.MOSE 3:12-13

12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! 13 Da sprach Gott der Herr zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!

So wie es uns oft ergeht, erging es unseren Eltern und so wiederfuhr es Israel. Und so entstand auch das Sprichwort zu den „Sauren Trauben“! Aber YHVH schickt Seinen Propheten zum Volk, um diese Seifenblase platzen zu lassen und bringt den Selbstbetrug, in solch einem Gedanken, rasch ans Licht:

HESEKIEL 18:1-4

1 Und das Wort YHVH erging an mich folgendermaßen: 2 Was gebraucht ihr da für ein Sprichwort im Land Israel, das besagt: »Die Väter haben saure Trauben gegessen, und die Kinder bekommen stumpfe Zähne!« 3 So wahr ich lebe, spricht YHVH Elohim, ihr sollt dieses Sprichwort künftig in Israel nicht mehr gebrauchen! 4 Siehe, alle Seelen gehören mir! Wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die Seele, die sündigt, soll sterben!

Welch ein Kontrast, wenn der Schöpfer unsere Sachlage betrachtet! Ein jeglicher ist, und bleibt für seine eigenen Sünden verantwortlich. Wer aber demütigt sich denn gerne genug, um dies auch zu bekennen? Kennen wir sogar solche Gedankenmuster, wie folgt?

„Ich bin so geworden und sündige, weil“:

o    meine Erziehung zu schlecht war
o    ich keine Erziehung hatte
o    den falschen Partner habe
o    mein Umfeld mich zum Bösen beeinflusste
o    mich das Fernsehen verleitete
o    meine Lebensumstände immer schwer waren
o    ich nie eine wirkliche Chance bekommen habe

Wenn wir es nicht selber gewohnt waren oder es sogar sind, solche Ausflüchte zu suchen, haben wir solche Aussagen aber sicherlich schon mal gehört. Entgegengesetzt aber zu unserem heutigen Gesellschaftsbild, gibt YHVH Elohim in Seinem Wort dem Sünder keinen Raum oder Schlupfloch, seiner Vergangenheit, der aktuellen Situation oder dem Umfeld, die Schuld zuzuweisen. YHVH will, dass wir unsere Schuld bekennen und mit dieser vor Ihm kommen. Wir alle müssen es erst mal wirklich zugeben, dass wir so geworden sind, aufgrund unserer eigenen Entscheidungen im Leben. Wenn wir zurückdenken, müssen wir uns dabei auch eingestehen können, dass wir in vielen Situationen auch anders hätten handeln können, als wir es damals wählten und auch taten.

BRANDWUNDEN

Dies bedeutet nicht, dass es nicht schon mal vorkam, dass jemand uns - sogar gegen unseren Willen - etwas Schlimmes oder Unrechtes angetan hat. Vielleicht etwas so gravierend, dass es zuerst bleibende Schäden zu hinterlassen drohte. Der allmächtige und liebende Schöpfer hat uns aber auch hier einen Ausweg, durch Seinen Sohn Yeshua, geebnet. Die Vergebung , die Yeshua uns bietet, wird uns heilen, um auch solchen Menschen die uns weh taten, vergeben zu können. Bitterkeit, Hass oder Nachtragend zu sein, sind starke Gefühle und oft fühlen diese sich sehr gerechtfertigt an. In einer solchen Verfassung, wünschen wir eventuell Rache und oft Vergeltung. Aber zeigt dies uns vielleicht auch auf, dass wir ein ähnliches Herz, wie unsere Peiniger haben? Vielleicht hätten wir ihnen ähnliches angetan, wenn wir die Chance dazu gehabt hätten.
 
So ist der Weg hieraus loszulassen und Gottes 'Shalom' (Frieden) zu erbitten. Dies ist leichter gesagt als wirklich getan! In einer solchen Situation muss dies ausdrücklich von uns, von Gott dem Vater, erbeten werden. Denn aus uns heraus ist eine Liebe für unsere Feinde (Matt 5:43-44) unmöglich. Vergeltung wird zu denen, die es verdienen, auch kommen. Nur möge dies nicht durch unsere eigene Hand geschehen. Somit bezeugen wir als Seine Kinder, dass Er der gerechte Richter ist (1.Mo 18:25, Jak 4:12). Römer 12:19: Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«.

In Yeshuas Weisheit werden wir aufgefordert von solchen Schmerzen loszulassen und uns vom Feind nicht hindern zu lassen, damit wir ganz für Ihn leben können. Brandwunden sollen von uns in Vertrauen vor dem Messias gebracht werden. Er ist unser Arzt und Er wird uns heilen! (2.Mo 15:26).

Noch mal zurück zu den Trauben. Es bleibt noch die richtige Umgangsart mit unseren Sünden, vor Adonai, aus. Gott ruft uns auf, durch seinen Sohn Yeshua, zu Ihm zu kehren, damit Er uns reinigen kann! Diese Reinigung braucht jeder von uns. Ausflüchte hindern uns gereinigt zu werden. Bei Ausreden wird unsere Energie darin verwendet, in äußeren Umständen oder Menschen, die Ursache für unsere Sünde zu finden! Jedoch ist dies der Trugschluss der Sünde, welcher in einer Haltung der Selbstgerechtigkeit enden wird. Selbstgerechtigkeit, unsere selbstgerechten Werke, sind vor dem Vater YHVH ein Greuel (Jes 64:5). Wir müssen unablässig Buße darin üben, unsere Lieblosigkeit, Habgier, Hurerei - ob im Leibe oder mit den Augen -, Verleumdung, und alle Dinge die nicht von unserem Heiland sind, uns selbst einzugestehen. Wir haben alle unsere eigenen Wahlen getroffen.

JAKOBUS 1:13-14

13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand;   14 sondern jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.

YHVH verspricht in Seinem Wort, dass Er uns seine Torah (Gebote) ins Herz schreiben wird. Wenn dies geschieht, wüssten wir standardmäßig alle, was Gott wohlgefällig ist. Was für eine Verheißung der Liebe vom Vater! Dies ist die Versprechung des "Neuen Bundes" an Israel; eine Verheißung gegeben von Gott, durch den Propheten Jeremia. Eh Gott aber diese Verheißung hier gibt, erinnert Er noch mal an das falsche Sprichwort der Kinder Israels! Unser Schöpfer macht, auf die Verantwortung des eigenen Handelns, erneut aufmerksam:

JEREMIA 31:29-30

29 In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: »Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden!«, 30 sondern jedermann wird für seine eigene Missetat sterben; jeder Mensch, der saure Trauben isst, dessen Zähne sollen stumpf werden!

Es gibt also keine Ausreden mehr. Alles wurde uns gegeben, um zu überwinden und in Yeshua zu siegen. Der Schöpfer des ganzen Universums, Gott der Sohn Yeshua, ist für uns gestorben, damit wir Zugang zum Vater haben können. Was können wir mehr bitten? Wir haben Seinen Geist bekommen, Seine Liebe und Sein Blut, um mit der Sünde in unseren Leben ein endgültiges Ende zu machen. Nichts und Niemand hat die Macht bekommen, uns von der Liebe des Messias Yeshua zu trennen (Rom 8:38-39). Yeshua wartet darauf, dass wir zu Ihm kommen und Ihn hinein bitten (Off 3:20). Er hat versprochen, dass wenn wir zu Ihm kommen, Er uns in keiner Weise abweisen wird! (Joh 6:37). Worauf noch warten? Er liebt uns. Er liebt dich, ja - dich!

Welche Macht hat es denn für oder in uns, wenn wir unsere Sünden bekennen? Zunächst einmal bestätigen wir den Opfertod des Messias Yeshua; denn nur durch Ihn haben wir Zugang zum Vater und erlangen die Vergebung der Sünden. Wir bekennen unsere Übertretung: dass wir ungerecht sind und Gott gerecht ist. Dadurch bekennen wir auch, dass wir keine Macht haben, uns selbst zu retten. Unsere Erlösung war Gottes wohlgefälliger Plan und nichts kann dem Opfer vom Herrn Yeshua etwas hinzufügen. Wir können Seine Liebe nicht verdienen, noch durch Werke auf uns aufmerksam machen. Alleine Er ist der Erlöser (Jes 43:11). Er wartet darauf, dass wir unseren Zustand bekennen. Sein Versprechen, uns zu vergeben und uns zu heilen, steht für jeden, der mit einem gedemütigten, gebrochenen Geist vor Ihm tritt. (Ps 51:19, Jes 66:2).

Darüber hinaus, bringt das Bekennen für uns auch Freiheit! Die Sünde, die über uns herrschte, wird somit vor dem Messias ans Licht gebracht und ist nicht mehr versteckt. Bekannt, vergeben und gereinigt, sind wir frei und diese Sünde hat keine Herrschaft mehr über uns. Nun bekommen wir in Yeshua Kraft um nicht mehr nach hinten, sondern nach vorne zu schauen (Phil 3:13-14). Jakobus regt sogar auch an, einander die Sünden zu offenbaren, wenn wir gegeneinander gefehlt haben. (Jak 5:16). Dieses hemmt auch, dass sich Schuld und Knechtschaft anstaut. Rechtzeitig sollen wir alles offenbaren, damit wir vor Yeshua rein und ohne Runzel sind. Heute ist die Zeit, um uns Gott zu nähern! (Heb 3:15, Jes 55:6).

JESAJA 44:22 Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!

Yeshua liebt dich und wartet auf dich, alles vor Ihm im Gebet abzugeben, damit Er dich heilen und dir vergeben kann.